BITKOM Social-Media-Studie

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Der BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) hat eine neue Studie zu soziale Netzwerken veröffentlich (Download der Studie). Ein wichtiges Ergebnisse dabei:

„Der Anstoß für weitere Recherchen auf Nachrichtenseiten beginnt für immer mehr Menschen in einem sozialen Netzwerk.“ so Ralph Haupter vom BITKOM

Das belegt die Bedeutung, welche soziale Medien für immer mehr Organisationen haben. NPOs wollen und müssen ihr Thema verbreiten und viele Menschen erreichen.

Wir haben uns die Studie einmal näher angeschaut und die für NPOs relevanten Ergebnisse kurz zusammengefasst.

Wer nutzt soziale Medien?

Der Hype ist vorbei! Die Anzahl der aktiven Nutzer geht – mit Ausnahme von Facebook – leicht zurück. Es findet eine Konsolidierung statt, bei der Nutzer die nichts mit sozialen Netzwerken anfangen können, dies auch nicht tun. Da immer mehr Menschen das Internet nutzen (2011 Wachstum von 6 %) hat dies jedoch keinen negativen Einfluss auf die Gesamt-Nutzer-Zahlen.

Nutzung sozialer Netzwerke im Internet. Quelle: BITKOM

Das bedeutet auch nicht, dass die Bedeutung sozialer Netzwerke nachlässt. Drei Viertel sind drin! 66 % der Online-Nutzer (laut ARD-ZDF-Onlinestudie 51,7 Millionen) sind aktive Nutzer sozialer Medien in Deutschland. Hinzu kommen noch einmal 8 % mit eingerichteten Accounts ohne aktive Nutzung.

Gerade die Jüngeren sind sehr aktiv. Überwältigende 92 % der der 14- bis 29-Jährigen sind in sozialen Netzwerken aktiv. 78 %  greifen täglich auf ihr bevorzugtes Netzwerk zu. Aber auch von den über 50-Jährigen ist immer noch jeder Zweite aktiv. In dieser für das Fundraising besonders interessanten Altersgruppe steigt auch die Anzahl der Nutzer weiter.

Was wird genutzt?

45 % der Internetnutzer geben an Facebook zu nutzen. Das stimmt erstaunlich gut mit den 22 Millionen aktiven Nutzern überein, die Facebook als Zahlen für Deutschland meldet. Hier ist auch die Nutzungsintensität am höchsten. Fast alle Nutzer geben an, die Plattform auch aktiv zu nutzen, während das bei StudiVZ oder Stayfriends nur etwa die Hälfte von sich behauptet. Drei Viertel der Nutzer sind täglich aktiv, 42 % über eine Stunde am Tag!

Für NPOs heißt das zur Zeit: Facebook, Facebook, Facebook. So unangenehm diese Monopolstellung auch empfunden wird, zumindest wenn man als Organisation möglichst viele Menschen direkt erreichen will, geht kein Weg an einer Facebook-Page vorbei. Will man spezielle Zielgruppen wie Journalisten, Senioren oder Techniker erreichen, kann diese generelle Aussage natürlich wiederlegt werden.

Warum werden soziale Medien genutzt?

In der Nutzung sozialer Netzwerke überwiegen die rein privaten Nutzungszwecke wie „Mich über Freunde informieren“. Aber schon an dritter Stelle findet sich die Nutzung als Informationskanal. Mehr als jeder vierte (28 %) nutzt soziale Medien um sich zu informieren und Nachrichten zu verfolgen. Dies gilt gerade für junge Menschen. 34 % der 14- bis 29-Jährigen nutzen diese Möglichkeiten. Bei den 30- bis 49-Jährigen und bei den über 50-Jährigen sind es 23 bis 24 %. Damit sind soziale Medien einer der wichtigsten Informationskanäle für ihre Nutzer. Hinzu kommt, dass ich 14 % der Community-Mitglieder hier auch über Marken und Produkte informieren. Und immerhin 4 % aller Mitglieder kommunizieren auf diesem Weg direkt mit Unternehmen.

Viele gemeinnützige Organisationen nehmen hier eine Zwitter-Funktion zwischen Nachrichten- und Produktanbieter wahr. Für diese ist der Nutzen besonders hoch. Die Nutzung als Informationskanal ermöglicht es Interessierte auf sich aufmerksam zu machen, die Möglichkeiten der direkten Kommunikation eignen sich zur engeren Bindung.

Wie werden soziale Medien genutzt?

22 % der Nutzer greifen von ihrem Smartphone auf ihr Lieblingsnetzwerk zu. In der Regel sind soziale Netzwerke hervorragend für die mobile Nutzung geeinet. Statt sich mit schlecht angepassten Websites herumzuschlagen lassen sich hier Informationen gebündelt und gut aufbereitet finden. Wer seine Seite also noch nicht auf Smartphones angepasst hat, kann dies durch eine Präsenz in sozialen Netzwerken zumindest zum Teil ausgleichen.

Nur 15 % der Nutzer greifen nach eigenen Angaben von der Arbeitsstelle auf ihr Netzwerk zu. Schenkt man dem Glauben, sollten alle Social-Media-Manager ihre Arbeitszeiten nicht in die Regelarbeitszeiten ihrer Kollegen legen. Die starken Zugriffszahlen auf Facebook-Profile rund um die Mittagspause sprechen aber dafür, dass hier Realität und Selbstwahrnehmung etwas auseinander liegen.

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