Quellen für Bildrecherche: Hier gibt’s Material

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Der Kollege Kai Dörfner hat mit einem Blogbeitrag über den Umgang mit Fotos und Bildrechten eine Steilvorlage für ein wichtiges und aktuelles Thema geliefert. Der regelmäßig im Internet aktive Leser kann sich viel zu oft über die auf den ersten Blick nicht gestattete Nutzung von Fotos ärgern. Diese tauchen auf Blogtexten auf, ohne dass Copyrights berücksichtigt wurden und augenscheinlich lediglich Bilder von vorhandenen Websites übernommen wurden.

Ein (C)-Hinweis erlaubt noch lange keine Nutzung!

Gerade in der letzten Zeit gingen intensive Berichterstattungen über Abmahnungen durch’s Netz, deren Streitwert nicht mehr bloß Taschengeldcharakter hatte. Dieser Text wird nicht auf die Unterschiede bei Copyrights eingehen. Er wird vielmehr einen Überblick geben, welche Fotos von gemeinnützigen Organisationen (und allen anderen Personen natürlich auch) genutzt werden dürfen und wo man sie findet. Googlet man nach “kostenlosen Bildern”, so gibt es Millionen Einträge und man steigt schnell nicht mehr durch. Dabei ist für die meisten Fälle und Einsätze der einfache Weg häufig der Beste.

Grundlage dieser Auflistung ist hauptsächlich die Creative Commons Lizenzreihe, über die jeder mediennutzende Fundraiser zumindest Grundkenntnisse besitzen sollte.

Erste Wahl: flickr

Der Klassiker unter den Datenbanken mit frei nutzbaren Bildern. Sucht eine Organisation zum Beispiel nach Greifvögeln, so besteht in den Suchoptionen die Möglichkeit, ausschließlich nach Inhalten zu suchen, die unter einer Creative Commons Lizenz stehen.

flickr-cc
CC-Suche bei flickr

Alternativ kann man sich auch den ein oder anderen Fotografen auf die persönliche Merkliste setzen, wenn der Stil zusagt oder der Fotograf z.B. Stockarchive anbietet.

Groß, größer: Wikimedia Commons

Vielen Nutzerinnen und Nutzern immer noch unbekannt: Die schier unerschöpfliche Menge an Bildern (und anderen Medien), die Wikimedia über den Commons-Bereich zur Verfügung stellt. Hierbei handelt es sich um die Bilder, die u.a. in der Wikipedia genutzt werden und als freies Wissen jedem zur Verfügung stehen, soweit die Lizenzen eingehalten werden. Die unterschiedlichen Lizenzangaben befinden sich jeweils unterhalb der Datei. Hier wieder das Greifvogel Beispiel.

Einfach: die Google Suche

Auch die Bildersuche von Google ermöglicht, frei nutzbare Medien auszugeben. Beispiel Greifvögel

Richtig gut: photopin.com

Wenn auch keine echte Quelle, so dennoch eine bewährte Bildersuchmaschine. Auf einfachstem Weg durchsucht photopin die flickr Datenbank und man kann mit einem Klick unterschiedliche Creative Commons Versionen durchsuchen. Hier das Beispiel.

Public Domain: Pixabay

Jörg kam noch mit dem Tipp um die Ecke: Pixabay ist ein Fotopool, das auf der Public Domain Grundlage arbeitet. Die Bilder sind somit gemeinfrei. Wer es häufiger nutzt, für den empfiehlt sich eine Registrierung. (Beispiel Adler)

Direkt Finden: Creative Commons Suche

Bei CC Search kann man direkt die teilweise schon oben genannten Pools durchsuchen. Nachteil: Es ist keine Metasuche sondern findet ausschließlich Ergebnisse bei einem vorher gewählten Anbieter. Darüber hinaus bietet CC ein Plugin für Firefox an, welches ich aber noch nicht ausprobiert habe.

Meist nicht umsonst: Fotolia, pixelio, aboutpixel und Co.

Es gibt darüber hinaus gute Bilddatenbanken, deren Nutzung nach unterschiedlichen Abrechnungsmodellen funktioniert. Hier spielen Auflösung sowie Nutzung (Print, Internet, etc) eine besondere Rolle. In vielen Fällen kann es durchaus den ein oder anderen Euro kosten, diese Medien zu nutzen. Ob dies dem geneigten Blogger so wichtig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ein besonderer Hinweis zum Schluss: Prüfen Sie beim Einsatz von fremden Bildern in sozialen Netzwerken, ob die ursprüngliche Lizenz dies gestattet. Beispielsweise wird beim Upload eines Bildes zu Facebook eine Co-Lizenz nötig, die Facebook die Nutzung und Weiterverbreitung des Bildes gestattet.

Wer kennt noch weitere gute Datenbanken oder Suchmöglichkeiten? Her mit den Tipps!

2 KOMMENTARE

  1. Sehr guter Beitrag, der ein wichtiges Instrument hoffentlich wieder in den Mittelpunkt rückt, die Bildsprache. Allerdings bin ich ergänzend der Auffassung, dass man sich nie 100% sicher sein kann, woher einzelne Bilder stammen und man tatsächlich investiert, oder Kooperationen mit ortsansässigen Fotographen sucht, die einem die Bildrechte übertragen. Kann ja auch eine Art von Fundraising sein und vielleicht sogar von beiden Seiten angestrebt sein.

  2. Hallo Kevin,
    danke für den Hinweis. Korrekt! Besser ist es stets, eigene Fotos bzw. die aus einem Auftrag heraus generierten zu verwenden. Häufig mangelt es aber entweder am Geld, einen Fotografen zu buchen oder aber an der Zeit, wenn “mal eben” ein Beitrag raus soll.
    Ich persönlich handhabe es zu fast 100% so, dass ich stets eigene Aufnahmen verwende.
    Vermutlich muss man ein gewisses Grundvertrauen in die Anbieter haben und auch auf den Bauch hören. Sind Zweifel da, dann Finger weg!

    Maik

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