Online Fundraising

Die drei wichtigsten Methoden im Online Tracking #FRO16

Die Fundraising Online wird jährlich von dem Fundraising-Netzwerk Resource Alliance auf die Beine gestellt, um den Wissensaustausch im Bereich Online-Fundraising zu beflügeln. Mit Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus der ganzen Welt erreicht die Konferenz in diesem Jahr über 3.000 Menschen. Eva Hieninger, Inhaberin der Agentur Marketing for Good und Online-Marketing-Expertin spricht über die drei wichtigsten Methoden des Online-Trackings. Was zunächst als sehr technische – vielleicht trockene Session anmutet – entpuppt sich als kurzweilige, sehr Praxis-orientierte und leicht zu folgende Einführung in ein gar nicht langweiliges Thema.

Tracking
© The Resource Alliance http://www.resource-alliance.org/session/the-three-most-important-online-tracking-methods

Evas Methoden: Conversion-Tracking, E-Commerce-Tracking und Campaign-Tracking. Fangen wir an mit Conversion-Tracking: Eva erklärt es als Instrument zur Messung von Aktivitäten unserer Website-Besucher. Ziel kann z.B. sein: die Dankesseite nach Abschluss der Spende. Kommen meine Website-Besucher dort an? Mit einem sogenannten Pixel kann ich nachvollziehen, wo Seitenbesucher z.B. vorzeitig abbrechen und die Nutzer-Führung auf meiner Seite optimieren. Zur Messung implementiert man ein Conversion Pixel auf der letzten Seite. Als einfaches Tool erläutert Eva den “Google Tag Manager”. Das Instrument ist auch für Nicht-Programmierer leicht zu nutzen. 

Als nächstes erläutert Eva das E-Commerce-Tracking. Hier geht es darum genau herauszufinden, wieviel eine Person gespendet hat, damit ich den Return on Investment des Marketing-Kanals genau berechnen kann. Dafür, erklärt Eva, benötige ich allerdings die Hilfe eines Programmierers, der mir ein sogenanntes „Data Layer“ auf der Seite einbaut. Wie genau jetzt? Okay, da frage ich dann mal bei unserer Programmiererin nach.

Als dritten Bereich im Tracking-Bunde erläutert Eva Campaign-Tracking anhand des Tools “Google Analytics” – nicht ohne Hinweis auf Alternativen, wie Piwik, etracker etc. Nun geht es darum zu messen, welche Ergebnisse ich mit einer bestimmten Marketing-Kampagne erziele. Das geht, indem ich die URL mit sogenannten UTM Parametern verlängere. Das ist sozusagen eine spezielle Adresse im Netz für jede Seite, die meine Adressaten besuchen. Das kann dann so aussehen, zeigt uns Eva: www.marketing-for-good.de/?utm_source=facebook&utm_medium=ad&utm_content=pic1&utm_campaign=spring16 und erklärt uns Schritt für Schritt die Bedeutung der einzelnen Adresszusätze. Mit der richtigen Erklärung eigentlich kinderleicht.

Tracking #FRO16

Und warum ist das überhaupt für Euch wichtig? Online Fundraising bietet NGOs die Möglichkeit, mehr Menschen zu erreichen als je zuvor. Viele Organisationen zögern aber noch, in den Bereich zu investieren – denn das Word Wide Web scheint ein Fass ohne Boden. Aber mit den richtigen Tracking-Methoden weiß ich genau, ob und wie ich in den unendlichen Weiten des World Wide Web auch die richtigen Personen erreiche. Ich kann effizient investieren und zielgerichtet kommunizieren. Die Aneignung von Tracking-Methoden ist damit ein absolutes „Muss“ für jede NGO, die im Netz relevant sein, einen effizienten Einsatz ihres Marketing-Budgets und ein höheren Return on Investment erreichen will. Eva zeigt in einfachen, praktischen Schritten, dass auch ein Nicht-Techie sich die Grundlagen relativ leicht aneignen kann. Ein Teilnehmer kommentierte im Anschluss: „Danke Eva, Du lässt es so einfach aussehen“. Genau darin liegt die Stärke dieses Webinars.

Dorothee Vogt
Autor Dorothee Vogt

Dorothee Vogt ist Director of Partnerships bei Change.org Deutschland und baut dort die Kooperationen mit Non Profit Organisationen auf. Sie hat viel zu den Themen Bürgerbeteiligung und Finanzierung von sozialen Organisationen gearbeitet.

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