Mit fortschreitender Durchdringung der Internetnutzung in allen Altersgruppen sowie der steigenden Popularität sozialer Medien nehmen auch die Online-Fundraising-Instrumente einen wachsenden Stellenwert in der Fundraisingkommunikation von gemeinnützigen Organisationen ein. Zwar ist und bleibt ein benutzerfreundlicher, intuitiv gestalteter und informativer Internetauftritt das wichtigste Online-Fundraising-Instrument, der Markt um die traditionelle Spendenmöglichkeit auf der Webseite wächst jedoch kontinuierlich. Um als Fundraiserin und Fundraiser stets auf dem Laufenden zu bleiben, finden Sie hier einen Überblick über aktuelle Fundraising-Plattformen und Social Media Widgets. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert und erweitert. Ein erneutes Vorbeischauen lohnt sich!
Spendenplattformen
Auf Spendenplattformen können gemeinnützige Organisationen ihre Projekte darstellen und für konkrete Maßnahmen oder allgemeine Organisationstätigkeiten Geld einwerben. Spenderinnen und Spendern werden über Spendenplattformen eine erhöhte Transparenz sowie die direkte Kontaktaufnahme zu Projektverantwortlichen der Nonprofit-Organisationen ermöglicht. Auf Betterplace wird darüber hinaus ein sogenannter “Community of Trust” Ansatz umgesetzt, der Spenderinnen und Spender dazu ermächtigt, sowohl Organisationen als Unterstützer, Besucher oder Fürsprecher zu unterstützen als auch die Projekttätigkeit zu bewerten.
Beispiele für Spenden-Plattformen im deutschsprachigen Raum sind:
Aktivisten-Fundraising
Im Gegensatz zu Spendenplattformen stehen beim Aktivisten-Fundraising die Menschen im Vordergrund, die durch Anlassspenden, kreative Ideen oder sportlichen Einsatz Geld für gemeinnützige Zwecke in ihren Netzwerken einsammeln. Nach einer Registrierung können sie auf den Plattformen eine Aktion mit festgelegtem Spendenziel starten und die Organisation auswählen, für die Spenden gesammelt werden. Von Seiten der Nonprofit-Organisation her ist ebenfalls eine Registrierung für die Plattformen notwendig.
Beispiele für Aktivisten-Fundraising im deutschsprachigen Raum sind:
Crowdfunding-Plattformen
Crowdfunding ähnelt dem Prinzip von Spenden-Plattformen, ist allerdings nicht auf den gemeinnützigen Bereich eingeschränkt. Stattdessen wird diese Art der Finanzierung vor allem im Kultur- und Kunstbereich angewandt, kann auch von Unternehmen und Nonprofit-Organisationen eingesetzt werden. Die jeweiligen Projektträger stellen ihr Projekt einschließlich des Finanzierungsbedarfs und verschiedener Beteiligungsprämien für die Spenderinnen und Spender auf der Plattform dar. Das gesammelte Geld wird allerdings nur ausgeschüttet, wenn das Projektziel erreicht wird. Andernfalls gehen die Spenden an die Unterstützerinnen und Unterstützer zurück.
Beispiele für Crowdfunding-Plattformen im deutschsprachigen Raum sind:
Einkaufs-Plattformen
Über Einkaufsplattformen können Konsumentinnen und Konsumenten indirekt für Nonprofit-Organisationen spenden, ohne eine Aufpreis zahlen zu müssen. Vor der Transaktion in einem Online-Shop wählen sie die begünstigte Organisation aus und tätigen ihren Einkauf. Die Einkaufsplattform erhält nach Vertragsschluss eine Provision des Online-Shops und reicht diese vollständig oder prozentual an die gemeinnützige Organisation weiter. Mehr erfahren
Beispiele für Einkaufs-Plattformen im deutschsprachigen Raum sind:
Social Payment
Social Payment steht für eine freiwillige Mikro-Finanzierung von Online-Inhalten durch die Besucherinnen und Besucher von Webseiten. Dafür ist es notwendig, dass der Betreiber eines Internetangebots seine Webseite beim Social Payment Anbieter anmeldet und seinen Internetauftritt um den entsprechenden Button ergänzt. Auf Seiten der Unterstützerinnen und Unterstützer ist ebenfalls eine Registrierung beim Social Payment Dienst erforderlich. Die Einzelbeiträge belaufen sich auf geringe Cent- bzw. Eurobeiträge.
Beispiele für Social Payment-Anbieter im deutschsprachigen Raum sind:
Suchmaschinen
So genannte grüne bzw. ökologische Suchmaschinen basieren auf gängigen Suchmaschinen-Diensten (z.B. Google, Bing) und versuchen zum einen, die durch Werbeanzeigen generierten Einnahmen in ökologische Projekte bzw. an registrierte gemeinnützige Organisationen zu spenden. Zum anderen versucht beispielsweise Ecosia, die Kohlendioxid-Ausstöße, hervorgerufen durch die zahlreichen Suchanfragen, mittels Spenden an gemeinnützige Projekte auszugleichen.
Beispiele für Suchmaschinen-Anbieter im deutschsprachigen Raum sind:
Google Grants ist eine Besonderheit: Es handelt sich dabei um einen Google-Dienst für gemeinnützige Organisationen, innerhalb der Google-Suche kostenfreie Anzeigen schalten zu können:
Mobile
Hinter dem Instrument Mobile stehen Anbieter, die es Organisationen nach einer Registrierung ermöglich, Spenden per SMS empfangen zu können. Ein Teil der SMS-Kosten, die durch die Unterstützerinnen und Unterstützer gezahlt werden, verbleiben als Transaktionsgebühr beim Mobile-Service-Anbieter.
Beispiele für Mobile-Anbieter im deutschsprachigen Raum sind:
Widgets für Social Media
Bei Widgets handelt es sind um kleine Programme als Schnittstelle zwischen klassischen Internetauftritten und sozialen Netzwerken. Die Anzahl ist unüberschaubar und es kommen regelmäßig neue Widgets dazu. Die Anwendungen werden mit dem Ziel entwickelt, auf den verschiedenen Social Media Plattformen direktes Spenden ohne zusätzliche Medienbarrieren zu ermöglichen. So können beispielsweise Spender über verschiedene Widgets auf Facebook direkt spenden, ohne zum Internetauftritt der Nonprofit-Organisation wechseln zu müssen.
Beispiele für Widgets-Anbieter im deutschsprachigen Raum sind:
Die Kategorien dieser Übersicht basieren auf der “Map for Good” von Alexa Gröner und Jörg Eisfeld-Reschke, die im Januar 2011 veröffentlicht wurde. Die Plakate sind leider vergriffen, aber auf Slideshare verfügbar.
Wenn Sie Ihren Online-Fundraising-Dienst hier vermissen, senden Sie einfach eine kurze Mail an post@katrinkiefer.de.

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