Rezension: Fundraising Handbuch Vol. 5

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Darf man eine Rezension über ein Werk schreiben, an dem man selber mitgemacht hat? Sowohl redaktionell als auch inhaltlich? Ganz kurz nachgedacht: Ja, man darf. Besonders, wenn man davon überzeugt ist, dass auch andere weitaus neutralere Menschen ebenso positiv berichten werden.

Damit sei der Disclaimer bereits am Anfang gesetzt: Diese Rezension ist befangen. Aber das vorliegende Buch bricht jetzt einfach mal die Regeln. (Wer eine neutrale Betrachtung sucht, sollte hier also nicht weiterlesen.)

Fundraising Handbuch der Fundraising Akademie
Da liegt es. 1000 Seiten Fundraising Handbuch mit Input und viel Stoff für Diskussionen.

Es wurde es Zeit.

Sieben Jahre lang war der Vorgänger des Buchs auf dem Markt. Die letzten startenden Studiengänge der Akademie warteten sehnsüchtig auf neues Lehrmaterial. Zuletzt blieben die Tische vor den Studierenden leer, denn es galt abzuwarten.
Nun ist die 5. Auflage des Standardwerks „Fundraising – Handbuch für Strategien, Grundlagen und Methoden“, herausgegeben von der Fundraising Akademie auf dem Markt. Über 1.000 Seiten Material für angehende Kolleginnen und Kollegen, ebenso wie für die Profis und Erfahrenen des Fachbereichs, Lehre und angrenzenden Disziplinen.

Die 5. Auflage bedeutet in diesem Fall keine reine redaktionelle Veränderung zur letzten. In diesem Fall wurde wirklich jeder Text vollständig neu in die Hand genommen und umgewälzt. Nichts ist identisch.

Als 2009 die letzte Ausgabe veröffentlicht wurde, gab es in der Fundraising Welt zarte Pflänzchen in den Bereichen CSR, Online-Fundraising oder Philanthropie-Forschung. Diese Pflänzchen haben mittlerweile Wurzeln geschlagen und sich zu erstzunehmenden Disziplinen entwickelt. Auch der Bereich Database hat sich weiter entwickelt und selbst im klassischen Mailing-Bereich gibt es Dinge neu zu berücksichtigen. Sämtliche Ansätze von Social Entrepreneur und Impact Investment sind ebenso dabei wie der wirklich noch neue Zweig der Engagement-Beratung. In den vergangenen Jahren wurde Storytelling wichtiger. Es wurde zu Gabe-Theorien geforscht und promoviert und die Qualifikation für Fundraiserinnen und Fundraiser diversifizierte sich. Alles das wird abgebildet.

Das Fundraising Handbuch setzt komplett neue Standards für das Fundraising im deutschsprachigen Bereich.

Es stellt nicht nur das angestrebte Studienwissen der Absolventinnen und Absolventen der Fundraising Akademie dar (Viel Spaß bei der Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen!). Auch werden viele Kolleginnen und Kollegen dankbar auf die Checklisten schauen, die hinten im Buch drin sind. Oder schnell noch mal nachschlagen, wie sich gerade noch welche Kennzahl auch immer berechnen lässt. Das Fundraising Handbuch ist also kein Buch, um es von vorne nach hinten zu lesen. Das geht sicherlich. Seine Stärken spielt es aber als Nachschlagewerk oder Informationsquelle zu dem Leser unbekannten Ansätzen aus.

Experten für Experten

Ebenfalls neu ist, dass eine so große Anzahl an Experten mit am Fundraising Handbuch beteiligt war, wie noch nie zuvor. Die genaue Zahl war im dreistelligen Bereich und die Koordination herausfordernd.

Alles zu unkritisch hier?

Okay, es hätte schneller da sein können. Aber über diese Gründe zu spekulieren, ist müßig. Aber mal inhaltlich gesehen: Es ist gelungen und ein neuer Meilenstein in der Fundraising Standardliteratur. Also her mit der Kritik. Was ist schlecht? Was sollte für Ausgabe Nummer 6 beachtet werden?

Ich lege euch das Fundraising Handbuch sehr warm ans Herz. Es ist Zeit für neues Papier auf eurem Schreibtisch. (Gibt’s übrigens auch als e-Book.)

Hier geht’s zum Buch des Vertrauens.

Nachtrag: Eine Ausgabe des Fundraising-Radio Podcasts zum Thema ist in Planung.

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