Recap #3: Fundraising Kongress goes Kassel #dfk17

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    Vorab: Der Kongressagentur ist ein organisatorisch einwandfreier Kongress gelungen. Neben dem Umzug nach Kassel sind zahlreiche positive Neuerungen gelungen. Allen voran: die App. Auf ein Papier-Programm wurde verzichtet und alle Teilnehmenden konnten sich im Vorfeld die Kongress-App herunterladen. Die Handhabung und Informationsdichte war klasse – und auch bei kleinen Bugs ein sehr guter Entwicklungsschritt!

    Für mich war es die siebte Kongress-Teilnahme und ich habe mir abgewöhnt auf die vermeintlichen Leitthemen zu achten. In diesem Jahr sollte ein roter Faden von CSR und Kultur das Programm prägen. Die Betonung liegt auf sollte. Während Kultur u.a. mit Bezug auf die documenta noch mehrfach im Hauptprogramm vorkam, galt dies für CSR nicht. Keine Keynote und auch kein besonders großer Schwerpunkt bei den Workshops (nicht mehr als sonst).

    Die einfachen Programmbeiträge, die den Hauptteil des Kongresses ausmachen, waren dieses Jahr wieder richtig gut. Anders als in den Vorjahren habe ich von keinen Totalausfällen bei Referenten gehört. Und alles was ich selbst angeschaut habe, war richtig gut.

    Was die Programmgestaltung betrifft, so wünsche ich mir mehr kurze Vorträge. Zweimal 45 Minuten statt einmal 90 Minuten würde den Teilnehmden die Möglichkeit bieten in mehr konkrete Themen einzutauchen. Und ganz ehrlich, auch dieses Mal hätte es einigen Impulsen gut getan, das Wichtigste in 45 Minuten zu verpacken. Ich kann für mich sagen, dass mein Wandern durch vier Vorträge in einem 90-Minuten-Slot am Freitag zu den inspirierendsten Momenten meines Kongress-Aufenthalts gehörten.

    Die Verleihung des Deutschen Fundraising Preises war rundum angemessen. Die Preisträger sind verdient, wenngleich nicht in jedem Fall die für die Würdigung angemessene Stimmung erzeugt wurde. Bessere Akustik und ein paar Show-Elemente (Spielen mit Licht und Musik) hätten Wunder gewirkt. Wenn ich den Kongress als Ganzes betrachte, dann ist das aber eine der wenigen Baustellen, die noch etwas mehr Entwicklung bedarf.

    Klar, mein persönliches Highlight war die Show: Mit Germany’s next Fundraising trends hatte unser sozialmarketing-Team wieder die Aufgabe übernommen mittags für Inspiration und Entertainment zu sorgen. Wir haben uns das Konzept bei Heidi Klum abgeguckt und Trends präsentiert. Anders als im letzten Jahr haben wir nicht in die ferne Zukunft geschaut (wobei alle letztes Jahr präsentierten Trends Wirklichkeit wurden), sondern auf aktuelle Entwicklungen aufmerksam gemacht, mit denen jede/r Fundraiser/in schon heute arbeiten kann. Selbstkritisch sehe ich viele Punkte, die wir noch besser machen können, ohne Frage. Aber unser Ziel, ein Infotainment-Highlight zum Kongress beizutragen, haben wir auf jeden Fall erreicht.

    Ganz großen Respekt zolle ich Maik Meid mit dem Fundraisingradio. Er hat während des Kongresses viele Stunden Live-Berichterstattung geleistet und im Anschluss online verfügbar gemacht. Vom Duschradio über das Livestreaming einiger Keynotes bis hin zu täglichen Recaps und Sponsoren-Talks hat er eine große inhaltliche Vielfalt abgedeckt – und das mit jeder Menge Spaß verbunden. Klasse!

    Nicht ganz unerwähnt bleiben sollte die Mitgliederversammlung des Deutschen Fundraising Verbandes. Die fand bereits am Dienstagnachmittag stand. Grund für Ärgernis gab es genug: Versammlungsleitung formal fehlerhaft, insgesamt nicht auf Beteiligung und Mitgliederengagement ausgelegt, wichtigen Ethik-Grundsatz über Bord geworfen… Aber, ach, egal. Einfach ein Jahr lang ignorieren.

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