Peer-to-Peer-Fundraising online – von Speed of Light lernen #FRO16

Im Rahmen der Fundraising Online hielt Richard Turner von der britischen Organisation SolarAid einen inspirierenden Vortrag. Er berichtete vom Aufbau und der Entwicklung der Peer-to-Peer-Fundraising-Plattform speedoflight.io im vergangenen Jahr.

Screenshot von www.speedoflight.io
Screenshot von www.speedoflight.io

Zu Beginn machte er klar, dass Peer-to-Peer-Fundraising sich zweier Grundprämissen bedienen muss: Erstens sind wir alle Kanäle. Jeder von uns kann in seine Netzwerke wirken und kommunizieren. Zweitens verfügen wir alle über soziales Kapital. Kurzum: Jeder kann Botschafter einer Organisation oder eines Anliegens sein.

Grundsätzlich ist der Gedanke von Plattformen für Aktivisten-Fundraising nicht neu – solche Funktionen bieten hierzulande auch Betterplace, altruja und Helpedia an. Nur die wenigsten Organisationen machen sich solche Plattformen zueigen und branden sie komplett nach ihren Bedürfnissen. Gute Beispiele hierfür sind unter anderem Helvetas, Rote Nasen und SOS Kinderdörfer.

Was zum guten Ton für jede Dankesseite gehört und für Aktivisten-Fundraising noch relevanter wird, ist Social Sharing. Darunter versteht man die Buttons zum Teilen der Spende in die eigenen sozialen Netzwerke oder per Email. Besonders gut umgesetzt hat dies SolarAid. Wenn jemand auf einen solchen Referral Link klickt, dann wird das Profilbild der Person angezeigt, die ihn geworben hat. So werden Daten genutzt um von Anfang an die persönliche Verbindung zu nutzen!

SolarAid geht sogar noch einen Schritt weiter: Wenn eine geworbene Person als Spender oder Fundraiser aktiv wird, dann werden dem Werbe Punkte gutgeschrieben. Diese haben keine monetäre Auswirkung, aber sie verdeutlichen das Gefüge des Netzwerks und können zugleich ein Ansporn im Sinne von Gamification sein.

Zwei Netzwerk-Cluster von Aktivisten-Fundraising bei SolarAid.
Zwei Netzwerk-Cluster von Aktivisten-Fundraising bei SolarAid.

Die Entwicklung der Plattform geht für SolarAid noch weiter. Zu den Elementen, die sie bald noch besser einbinden möchten, gerhören unter anderem:

  • bessere Unterstützung für mobile Endgeräte
  • Login und Registrierung vereinfachen
  • regelmäßige Spenden ermöglichen
  • Unterstützung von mehr Währungen
  • Integration des Aktivisten-Fundraisings in die Webseite
  • Schnittstellen zu Social Media ausbauen

Insgesamt alles Baustellen, mit denen sich auch hiesige Aktivisten-Fundraising-Plattformen von Dienstleistern oder Organisationen auseinander setzen müssen.

Meine persönliche Leidenschaft für und Überzeugung von Aktivisten-Fundraising ist ja bekannt. Und von Richard Turner habe ich dazu wieder neues Futter erhalten. Die Entwicklung der Mediennutzung geht ganz eindeutig in diese Richtung und wird unsere Herangehensweise an Fundraising verändern. Empower your donors to be good fundraisers!

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