17. Dezember: Matthias Daberstiel und Fahrräder für Afrika

Heute am 17. Dezember haben wir Matthias Daberstiel eingeladen, uns von seiner NPO-Empfehlung zu erzählen. Als Mitherausgeber des Fundraiser-Magazins (gemeinsam mit Daniela Münster und Udo Lehner) und Veranstalter regionaler Fundraisingtage kennt Matthias Daberstiel den Dritten Sektor und die unzähligen kleinen Vereine bestens. Über seine Spendenagentur berät und lernt er ebenfalls viele gemeinnützige Organisationen kennen. Daneben ist Matthias Daberstiel als Vorstand der Freien Montessori-Grundschule Kilaloma aktiv, um das Fundraising und die Öffentlichkeitsarbeit der Schule voranzubringen. Und welche Organisation möchte uns Matthias vorstellen? Hier unser Interview:

Matthias Daberstiel, Fundraiser-Magazin
Matthias Daberstiel, Fundraiser-Magazin

Matthias, welche gemeinnützige Organisation, die vermutlich nur wenige kennen, liegt Dir sehr am Herzen?

Nun, in meinem Job stößt man ja of auf die exotischsten Auswüchse gemeinnütziger Tätigkeit im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus. Eine echte Schönheit, die noch im Verborgenen blüht, ist für mich die Initiative „Fahrräder für Afrika“.

Warum?

Das liegt an der zündenden Idee. Mobilität ist nicht nur hierzulande wichtig, um wirtschaftlich und persönlich voranzukommen. Auch in Afrika bremst fehlende Mobilität. Ob beim Weg zur Schule oder zur Arbeit oder als Krankenschwester in den nächsten Ort. Es gibt kaum öffentlichen Nahverkehr. Da ich selbst kein Auto fahre, war die Idee alte Fahrräder nach Afrika zu bringen, sie dort durch lokale Fahrradwerkstätten instand zu setzen und einer neuen Bestimmung zu übergeben, sofort naheliegend für mich. Ein Auto können sich da viele nicht leisten. Fahrräder helfen dagegen sogar den Ärmsten mobil zu sein. Außerdem ist das Fahrrad ökologisch unbedenklich und auch robust genug für die „Straßen“ Afrikas. Alles sehr stimmig.

Was berührt Dich ganz besonders an dieser Organisation?

Ganz klar der Mut. Projekte in Afrika kosten erstmal richtig Geld, Erfahrung und sind ohne Partner kaum leistbar. Johannes Wolf und seine junge Truppe aus Sachsen hat das alles nicht abgehalten, Containertransporte und Ausbildungsprojekte für Fahrradmechaniker vor Ort zu organisieren. Außerdem überzeugt mich auch der kreative Auftritt der Organisation. Das Logo ist klar und einprägsam und der Slogan ist zwar etwas holprig, bringt es aber auf den Punkt: Dein altes Fahrrad hilft, das Leben in Afrika nachhaltig zu verbessern. Nur im Fundraising müssen sie noch etwas mehr in die Pedale treten. Aber das kann ja noch kommen. Denn Qualifikation hat man nicht, man erwirbt sie. Vielleicht schon auf einem unserer nächsten Fundraisingtage?

Lieber Matthias, wir danken Dir für das Interview und diese ganz besondere NPO-Perle!

 

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