Ethik in der Kampagnenarbeit

Im Oxfam-Blog hat Robert Dürhager eine Fragesammlung zur Ethik in der Kampagnenarbeit begonnen. Er selbst ist Online Communications Manager neben seiner Tätigkeit bei Oxfam Mitorganisator der Socialbar und Mitveranstalter der re:campaign.

Kampagnen klären auf, mobilisieren und machen Druck auf Entscheidungsträger. Um viele Unterstützer finden zu können, muss die Botschaft der Kampagne leicht verständlich und die Kommunikation mitreißend sein. Doch wie weit darf man komplexe Zusammenhänge vereinfachen, um sie verständlich zu machen? Wie viel Leid und Unglück darf man zeigen, um für Emotionen zu sorgen? Diese Sammlung von Fragen soll Campaigner/innen dabei helfen, sich moralisch nicht die Finger zu verbrennen.

In sechs Bereichen reiht er Fragen auf, welche zur moralischen Bewertung von Kampagnenarbeit herangezogen werden können:

  • Integrität – die Vertrauensfrage
  • Würde – eine Frage des Respekts
  • Ehrlichkeit – eine Frage der Genauigkeit
  • Transparenz – eine Frage der Offenheit
  • Partizipation – eine Frage der Legitimation
  • Wirkung – eine Frage der Fehlerkultur

Und eines ist ganz klar: Selbst wenn wir hier von Campaignern und Kampagnen sprechen, die Relevanz gilt gleichermaßen für alle Kommunikationstätigkeiten und -anlässe. Im Alltag beweist sich das moralische Rückgrat einer Organisation. Insofern sind wir alle aufgefordert die Fragen zu verwenden um uns und unsere Kommunikationsarbeit regelmäßig zu hinterfragen.

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