24. Dezember: Susanne Wohmann

    Susanne WohmannSusanne Wohmann: Offiziell bin ich seit 1998 im Fundraising und Sozialen Marketing tätig. Tatsächlich aber habe ich schon viel früher damit angefangen, ohne den Fachausdruck zu kennen, wie damals so viele in Deutschland bevor sich das Fundraising hierzulande professionalisierte.

    Einige meiner beruflichen Stationen auf dem Weg zum Sozialmarketing-Profi haben mir dabei geholfen, wie Sozialpädagogin bei der Presbyt. Church, N. Carolina, USA oder PR-Beraterin u.a. für DuPont, Madaus, und die IHK Köln.

    Nachdem ich auf Agenturseite Stationen im Rheinland und in der Schweiz durchlaufen habe, bin ich seit fünf Jahren auf NGO-Seite und heute Teamleitung Fundraising bei der Deutschen Sektion von Amnesty International sowie als Vorstandsmitglied im DFRV zuständig für Marketing und Mitgliedergewinnung.

    An welcher Stellschraube würdest du gerne drehen, damit Fundraising künftig noch besser läuft?

    Vieles wurde hier schon gesagt und ich freue mich sehr, dass wir heute so kluge und inspirierende Beiträge von Fundraiserinnen und Fundraisern haben. Hieran misst sich der Grad der Professionalität aber auch der Leistungsfähigkeit des Fundraisings in Deutschland.

    Was mir noch fehlen würde ist ein bisschen mehr Selbstbewusstsein auf NGO-Seite beim Thema Verwaltungskosten. Wie selbstverständlich fordern SpenderInnen, Projektpartner, Politik und Medien mehr Transparenz und Impact im Spendensektor, doch kaum einer mag zugeben, dass dies eine vorhandene und gut organisierte Verwaltung zur Bedingung hat. Wer glaubt, professionelle Hilfe kann über Jahre hinweg und mit größtem Lösungspotenzial rein spontan, ehrenamtlich oder kostenlos organisiert werden, der irrt gewaltig.

    Organisationen wissen das, nun sollte es auch der Rest der Welt erfahren: Keine Verwaltungskosten = Keine Transparenz + Wenig Impact, so lautet die einfache Formel.

    Gerade in Zeiten erhöhten zivilgesellschaftlichen Engagements können viele Vereine davon ein Lied singen. Keiner möchte die aktive Hilfsbereitschaft der Bevölkerung stoppen, und doch fragt man sich bei manchen Beispielen, ob es nicht mit den Profis an der Seite einfacher, schneller und effizienter gegangen wäre. Diese Frage müssen wir uns als Organisationen immer stellen.

    Die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes müssen das nicht, solange der Impetus des Willens und der Aktion zählt, denn gesellschaftlich brauchen wir diese Kraft. Sehr bald jedoch wird es darauf ankommen wie wir das Engagement in Nachhaltigkeit überführen können. Und das wird die größte Aufgabe sein. Es gibt noch viel zu tun…

    Auch du stiftest eine Überraschung für den Adventskalender. Was kann man gewinnen?

    Passend zur Jahreszeit gibt es unsere coolen “Fighting Bad Guys…”-Amnesty-Winterbeanies in schwarz zu gewinnen. – Vielleicht kommt der Winter ja noch?

    Was müssen sozialmarketing.de-Adventskalender-Liebhaber/innen tun, um zu gewinnen.

    Um zu gewinnen, müssen LeserInnen am 24.12. zwischen 4.00 und 24.00 Uhr Amnesty Facebook-FreundIn werden und die Seite teilen. Wer mir eine E-Mail mit Vollzug sendet, bekommt ein Beanie.

    Amnesty-Beanie_lowres

     

     

     
     

    P.S.: Natürlich gelten auch hier wieder diese Richtlinien zum Gewinnspiel.

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    Wir danken den Fundraising-Kolleginnen und -Kollegen für Ihre interessanten Impulse für den diesjährigen sozialmarketing.de-Adventskalender. Wir wünschen allen eine schöne Winterzeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    Fragen, Anregungen, Wünsche? Schreibt uns einfach über die Kommentarfunktion.

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