22. Dezember: Lena Peleikis

Unser 22. Adventskalender-Türchen öffnet Lena Peleikis, Online Marketing Managerin bei Save the Children Deutschland e.V. Sie schätzt die Einblicke in die Arbeit ihrer Kollegen, die sie von digitaler Seite direkt mitgestalten kann. Einen sich wiederholenden Alltag gibt es bei ihr nicht. „Trotzdem wir klare Jahresziele und eine Strategie haben, sind es die alltäglichen Nachrichten und – aktuell die Situation rund um Syrien – die von uns verlangen, unsere Kommunikation ständig für das Fundraising anzupassen.“

Lena Peleikis
Lena Peleikis

Warum hast du dich für den Beruf Fundraiser entschieden?

Ich habe einige Jahre in einer Agentur gearbeitet und war, wie so viele, auf der Suche nach einer Tätigkeit, in der ich meine Erfahrungen aus dem Marketingbereich auf sinnvollere Weise anwenden kann. Mich hat die Arbeit von Save the Children berührt und bis heute ist es die Empörung über die Situation, in der so viele Kinder auf der Welt leben müssen, die mich bei meiner Arbeit antreibt.

Wie sah dein Werdegang aus?

Wie viele Fundraiser bin ich eine typische Quereinsteigerin. Nachdem ich mein Erststudium abgebrochen habe, bin ich nach Berlin gezogen, um hier ein PR-Volontariat zu machen. Weil ich danach nicht im PR Bereich arbeiten wollte, habe ich ein anderes Studium aufgenommen – Kulturwissenschaften. Bereits während des Studiums habe ich als studentische Mitarbeiterin in einer großen NGO gearbeitet.

Später habe ich einen Studentenjob in einer Online-Agentur angenommen. Nach meinem Studium wurde ich dort in Festanstellung übernommen und habe mehrere Jahre als Projektmanagerin diverse Web-Projekte durchgeführt. Hier habe ich wichtige Erfahrungen gemacht, die mich später für den Job als Online-Fundraiserin befähigt haben. Während meiner Tätigkeit in der Agentur habe ich berufsbegleitend einen Master in Kulturmanagement gemacht. In erster Linie, um mir Management- und Marketingexpertise für den Nonprofit Bereich anzueignen.

Nach fünf Jahren in der Agentur und nach Abschluss des Masterstudiums habe ich im Januar 2013 dann die Stelle als Online Marketing Managerin bei Save the Children angetreten. In diesem Bereich kann ich meinen beiden Schwerpunkte zusammenbringen: Meine „digitalen Erfahrungen“und mein Wissen aus dem Nonprofit-Marketing.

Wie sieht dein Alltag aus?

Bunt. Spontan. Und immer voller Überraschungen. Trotzdem wir klare Jahresziele und eine Strategie haben, sind es die alltäglichen Nachrichten und – aktuell die Situation rund um Syrien – die von uns verlangen, unsere Kommunikation ständig für das Fundraising anzupassen.

Was ist das spannendste an deinem Job?

Als Online Abteilung sitzen wir an der Schnittstelle zu so gut wie allen anderen Abteilungen. Dadurch haben wir nicht nur direkte Einblicke in die Arbeit der Kollegen, sondern können diese von digitaler Seite direkt mitgestalten. Was mir persönlich am Online Fundraising zusagt, ist die Möglichkeit der direkten Messbarkeit der Ergebnisse. Auch wenn das Thema „Tracking“ immer wieder eine große Herausforderung ist, schätze ich es, nachdem ich ein E-Mailing versendet oder eine Online-Kampagne gestartet habe, eine unmittelbaren Response sehen und bewerten zu können.

Wenn jemand den gleichen Weg wie du einschlagen möchte – was würdest du ihm empfehlen?

Die Arbeit in einer NGO gegenüber einer Tätigkeit in der freien Wirtschaft ist eine besondere, auf die man sich einstellen muss. Wir verdienen im Durschnitt weniger Geld, sind überdurchschnittlich gefordert und haben nicht immer die strukturellen Annehmlichkeiten zur Verfügung, wie sie ein Arbeitgeber aus der Wirtschaft bereit stellen würde. Wenn man sich aber darauf einlässt trifft man auf Menschen, die alle dasselbe antreibt: Dafür zu sorgen, dass die Welt ein kleines Stückchen besser wird.

Vielen Dank Lena für das Interview!

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