20. Dezember: Sarah Hess

Sarah Hess, Verantwortliche Direct Marketing bei Mission 21, beantwortet uns hinter dem 20. Kalendertürchen unsere Fragen zum Thema Beruf Fundraiser/in. Wie kam sie zum Fundraising, wie sieht ihr Alltag aus und was empfiehlt sie angehenden FundraiserInnen?

sarah_hessWarum hast du dich für den Beruf Fundraiserin entschieden?

Bewusst für diesen Beruf entschieden hatte ich mich nicht. Ich bin – wie wohl viele – ins  Fundraising «hineingerutscht». Bei meiner damaligen Tätigkeit in einem kleinen Verein in Basel, (INFOREL – Information Religion) gehörte auch etwas Fundraising zu meinen Aufgaben. Schliesslich überzeugte mich ein erfahrener Fundraiser, ganz in diesen Bereich einzusteigen. So wagte ich vor knapp zwei Jahren den Schritt, den ich nicht bereue.

Wie sah dein Werdegang aus?

Während meines Studiums in Ethnologie und Soziologie arbeitete ich längere Zeit am Museum der Kulturen in Basel und anschliessend im Kantonsmuseum Baselland. Im Kulturbereich richtig Fuss zu fassen, gestaltete sich hingegen schwieriger als erhofft. Nach einer weiteren projektbezogenen Anstellung suchte ich nach einer längerfristigen Perspektive.

Mission 21 bot mir genau diese Möglichkeit: Ich erhielt die Chance, in den Bereich Kommunikation und Marketing einzusteigen ohne spezifische Berufserfahrung auf diesem Gebiet. Beim ersten Treffen mit anderen Fundraisern und Fundraiserinnen erfuhr ich, dass dies völlig «normal» sei. Praktisch sind alle Quereinsteiger.

Wie sieht dein Alltag aus?

Sehr abwechslungsreich. Ich beschäftige mich vorwiegend mit Mailings. Kaum ist ein Mailing verschickt, beginne ich wieder von vorne: Ideen sammeln, Thema wählen, Texte schreiben, Bilder suchen, mit den Gestaltern und der Druckerei kommunizieren. Zusätzlich arbeiten wir mit einer Agentur zusammen, welche uns in der Neuspender-Akquise unterstützt. Darüber hinaus organisiere ich regelmässig Anlässe für unsere Privatspenderinnen und –spender.

Was ist das spannendste an deinem Job?

Mir gefällt, dass man kreativ sein und immer wieder Neues ausprobieren kann und muss. Hinzu kommt, dass der Kontext der Entwicklungszusammenarbeit Anknüpfungspunkte an meinen ethnologischen Hintergrund liefert.

Herausfordernd finde ich nach wie vor, komplexe Sachverhalte einfach und verständlich darzustellen. Eine gute Geschichte zu erzählen, welche die Menschen emotional berührt, ist oft schwieriger, als ein Projekt anhand sachlicher Fakten zu beschreiben. Gerade diese Herausforderung finde ich spannend.

Gerne organisiere ich auch Events. Dort hat man die Gelegenheit, mit den Gönnerinnen und Gönnern persönlich in Kontakt zu kommen. Insgesamt finde ich es sehr motivierend, mich mit dieser Arbeit für etwas Sinnvolles einsetzen zu können.

Wenn jemand den gleichen Weg wie du einschlagen möchte – was würdest du ihm empfehlen?

Im Fundraising ist eine gute Vernetzung wichtig. Der Austausch mit anderen ist sehr bereichernd. Ausserdem funktioniert Vieles über gute Beziehungen. Gleichzeitig sollte man überzeugt und begeistert sein von den Projekten, für die man Spenden sammelt. Wer eine gewisse Leidenschaft und Motivation dafür mitbringt, kann die Anliegen besonders glaubwürdig und erfolgreich vermitteln.

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