19. Dezember: Melissa Fischer

Melissa Fischer öffent unser 19. Türchen. Sie ist heute zuständig für die Patenschaften beim WWF Deutschland: “Fundraising zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben und scheint mir – seit 34 Jahren – tatsächlich „im Blut zu liegen“. Wie sah ihr Werdegang aus? Melissa gibt Antwort auf unsere Fragen.

melissa_portrait

 

Warum hast du dich für den Beruf Fundraiserin entschieden?

„Was willst du mal werden, wenn du groß bist?“ Während in der Schule andere Kinder diese Frage mit „Ärztin“ oder „Kindergärtnerin“ beantworteten, habe ich stattdessen Spenden für den Kauf von „Leckerlies“ für meinen Hund gesammelt, habe Schokolade gesammelt für die Flüchtlingskinder in der Nachbarschaft oder Kleider für Kinder in Rumänien.

Fundraising zieht sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Leben. Es scheint mir seit Kindheit an – seit 34 Jahren – tatsächlich „im Blut zu liegen“. Schade, dass damals in den 80ern „Fundraiserin“ als Beruf unbekannt war. Denn sonst hätte ich schon als Kind auf die Berufswunsch-Frage geantwortet „Ich werde mal Fanndräsa!“.

Wie sah dein Werdegang aus?

Mein Studium sollte mich mal in entlegene Schwellen- und Entwicklungsländer führen, in denen ich Entwicklungshilfeprojekte umgesetzt hätte. Während des Studiums wuchs bei uns „Studis“ die Frage, woher man das Geld bekäme, um all unsere enthusiastischen Projektideen später umsetzen zu können? So stieß ich das erste Mal auf „Fundraising“.

Da es leider kein Bestandteil des Studiums war, organisierte ich kurzer Hand eine Fortbildung, an der wir alle unseren „Fundraising Führerschein“ bei Silvia Starz absolvierten. Dabei wurde mir erstmals bewusst, dass Spender keine „Cashcows“, sondern viel wertvoller sind: Spender tragen die Werte und Ziele mit und raus. NGO + Projekt + Spender = das sind quasi wie „die drei Musketiere“ für mich geworden! Damit war der Funke der Begeisterung endgültig auf mich übergesprungen!

Fundraising-Praktika wie bei ADRA e.V. oder Amnesty International ließen mich erste Erfahrungen sammeln. Meine spätere Ausbildung bei der Fundraising Akademie baute mein Know How auf. Seit nun mehr als 8 Jahren darf ich meine Berufung ausleben. Beim BUND, dem DRK und seit rund 5 Jahren bin ich beim WWF zu Hause.

Wie sieht dein Alltag aus?

Bei den WWF Patenschaften bin ich sowohl für die Gewinnung, als auch für die Betreuung und das Upgrading der Paten zuständig. Hierfür darf ich aus dem bunten Strauß der Fundraising-Maßnahmen schöpfen und mich kreativ austoben. Das bedeutet auch „Organisation hoch 3“: Die Maßnahmen plane, koordiniere ich, setze sie um und werte sie schließlich aus.

Was ist das spannendste an deinem Job?

Unter den 12 WWF Patenschaften fallen 20 aufregende Naturschutzprojekte. Ich darf miterleben, wie diese Projekte wachsen – aber auch, welche Hürden sich in den Weg stellen. Das inspiriert mich und ist auch manchmal wie ein „Abenteuer“. Nur Dank Paten sind solche Projekte möglich! Das spornt mich dazu an, immer nach neuen Wegen zu suchen, auch den Paten diesen tiefen und spannenden Einblick in „ihr“ Projekt zu schenken.

Wenn jemand den gleichen Weg wie du einschlagen möchte – was würdest du ihm empfehlen?

Ich glaube es ist wichtig, dass jeder seinen eigenen Weg geht. Die zweijährige Ausbildung bei der Fundraising Akademie kann dabei sehr viel gutes Know How vermitteln und eine hilfreiche Orientierung bieten.

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

*