Allgemein / Social Media Benchmark

NGO Social-Media-TOP-20 – Januar 2013

Social-Media-TOP-20 für den Januar 2013

Social-Media-TOP-20 für den Januar 2013

Nach einem Jahr sozialmarketing.de können wir auch im Social-Media-Ranking den großen Jahresvergleich ziehen. Hierfür lohnt sich der Blick auf die TOP 20 aus dem Januar 2012.

Viele Organisationen haben richtig zugelegt. Gerade auf Facebook kamen viele Fans hinzu. Dort dringen Nonprofits jetzt auch in Dimensionen hervor, die bisher Firmen mit großem Budget vorbehalten waren. Alleine acht Facebook-Seiten haben über 100.000 Fans. Eine Zahl, bei der ein richtiges Communiy-Management erforderlich ist. Auf Twitter sind die Zahlen kleiner, aber auch hier gibt es mit dem Chaos Computer Club und Greenpeace zwei Organisationen mit einer Reichweite von über 50.000 Followern. Das neu hinzugekommene Google+ dümpelt dagegen noch etwas vor sich her. Lediglich WWF und Greenpeace haben hier hohe Zahlen. Sie haben es beide geschafft in den Vorschlag-Algorithmus für neue Mitglieder zu kommen.

Dabei möchte ich den Blick auf drei Organisationen lenken, die neu im Ranking sind. Die Stiftung Warentest mit ihrem umfangreichen Beratungsangebot, die Initiative Musiker Gegen Rechts mit ihrem Profil Kein Bock auf Nazis und die J. S. Bach-Stiftung mit vielen Klassik-Fans aus der ganzen Welt.

Schon diese Beispiele zeigen, dass keinesfalls nur die Fundraising-Organisationen in sozialen Medien aktiv sind. Ein Großteil der TOP 20 betreibt sogar kein direktes Fundraising auf ihren Profilen.

Ärzte ohne Grenzen und Amnesty International Deutschland haben beide im letzten Jahr mehr Freunde hinzugewonnen aber dennoch im Verhältnis zu den anderen Organisationen an Boden verloren.

Noch stärker gilt dies für die Initiative Vermisste Kinder, welche letztes Jahr auf Platz 2 war und mit Deutschland findet euch das größte einzelne Social-Media-Profil aller Organisationen hatte.

Richtig zugelegt haben indes die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei und Bild hilft – “Ein Herz für Kinder”.

Der Blick auf die TOP 20 zeigt, dass die Organisationen die früh Zeit in soziale Medien investiert haben einen großen Vorsprung haben. Es zeigt aber nicht, dass 2012 ein ereignisreiches Jahr war in dem viele – auch große – Organisationen ihre Social-Media-Aktivitäten erst richtig ernst genommen haben.

Das Rote Kreuz, der BUND und der Vegetarierbund gehören dazu und könnten mit ganz unterschiedlichen Strategien weiter nach oben wandern. Aber schauen Sie sich selber einmal die ganze Liste an. Es gibt ein paar sehr interessante Organisationen unter den ersten 100. Wie wäre es z.B. mit dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, muslimehelfen, dem deutschen Hanf Verband oder der deutsche Reiterlichen Vereinigung?

Werbeanzeigen auf Facebook von gemeinnützigen Organisationen Ende 2012

Werbeanzeigen auf Facebook von gemeinnützigen Organisationen Ende 2012

Ach und dann war da ja dieser Dezember. Im Fundraising-Monat Nummer 1 wurde auch auf Facebook viel um Spenden und Aufmerksamkeit geworben. Hier eine kleine Übersicht an Anzeigen die mir angezeigt wurden. Besonders aufgefallen ist ONE Deutschland die ihre Anhängerschaft auf Facebook im Dezember verdreifacht haben.

Jetzt würde mich Ihre Erfahrungen interessieren! Ist Ihnen eine Kampagne oder Organisation in den sozialen Medien im letzten Jahr besonders aufgefallen? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

 

Kleiner “Disclaimer”: Die Daten basieren auf rein quantitativen Follower-/Fan-Zahlen. Eine wirkliche Erfolgsmessung ist damit nicht möglich, diese ist abhängig von den Zielen der Organisation. Das Ranking bietet einen guten Ausgangspunkt für weitere Analysen.

4 Kommentare

  1. … ich habe den Ekndruck, dass der Leidensdruck jener, die nicht oder nur ungenügend im Netz auftreten im letzten Jahr weiter gestiegen ist. Social Media wurde weiter ‘auf die Zukunft’ verschoben, langsam gibt es aber keine Ausreden mehr.

  2. Lieber Hannes,
    auch wenn es völlig arrogant klingen könnte, ich halte es mit Daryl Upsall. Der sagte treffend auf dem Österreichischen Fundraising Kongress 2012 in seiner Keynote einen entscheidenden Satz: “Innovate or die!”
    Es werden schlichtweg einige auf der Strecke bleiben, das allein liegt schon an der meist völlig verzwirbelten Struktur und der selbst bei vorhandenem Willen zu Veränderung schwierigen Ausgangslage. Gordische Knoten kann man nur zerschlagen. Ob ich diese Entwicklung nun gut finde oder nicht, das steht auf einem anderen Blatt.
    Maik

  3. “Kommunikation über Social Media Plattformen ist nicht nur für große Organisationen eine hervorragende Möglichkeit wichtige und richtige Informationen für die Empfänger zu senden.
    Gerade auch EPUs und KMUs sollten diese Kanäle nutzen um sich rasch einer großen Gruppe präsentieren und Hilfestellung für die Anforderungen der Leser bieten zu können!

  4. Ich denke mittlerweile kann sich keiner mehr vor dem Internet verschließen. Eine herkömmliche Webseite genügt zudem schon gar nicht mehr, um wirklich dauerhaft auf sich aufmerksam zu machen. Wer im Gespräch bleiben will, egal ob großes Unternehmen oder aber Organisation der ist darauf angewiesen die verschiedenen Social Media Kanäle zu seinen Gunsten zu nutzen. Facebook, Twitter und Co kann sozusagen als moderne Form der Mund zu Mund Propaganda verstehen und die Wirkung dieser Kanäle sollte und darf man auf gar keinen Fall mehr unterschätzen.

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