NGOs in sozialen Medien –
Die TOP-20 im 2. Quartal 2013

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Ranking der 20 NGOs mit den meisten Fans, Followern in sozialen Medien.
Social-Media-TOP-20 im 2. Quartal 2013

Was machen NGO’s in sozialen Medien? Ich werfe hier einen kurzen Blick auf die großen Organisationen. Groß bedeutet hier die Addition aller Facebook, Twitter, Google+ und VZ-Profile einer Organisation. Auf Pluragraph.de führen wir eine Liste mit etwa 3.500 Organisationen und ihren Social-Media-Auftritten. Wer also einen tieferen Blick wagen mag, ist herzlich zum Stöbern und recherchieren eingeladen!

Ganz an der Spitze des Social-Media-Rankings hat sich nicht viel getan. Aber sowohl der ADAC, als auch die Amadeu Antonio Stiftung bilden eine Ausnahme. Der ADAC ist nur bedingt gemeinnützig, die Amadeu Antonio Stiftung führt durch ihre Vielzahl von mehr als 25 Profilen das Ranking. Dennoch lohnt sich der Blick auf beide Organisationen. Der ADAC fährt mit einer Eine-Marken-Strategie sehr gut und hat es innerhalb eines Jahres an die Spitze des Rankings geschafft. Die Amadeu Antonio Stiftung tritt in der Regel im Namen ihrer Projekte wie Netz gegen Nazis und MUT gegen rechte Gewalt in Erscheinung und ist mit ihren eigenen Profilen dabei eher in den Hintergrund.

Auf Platz drei hat sich Greenpeace an der DKMS vorbeigearbeitet. Wie schon in den letzten Monaten ist das Wachstum hauptsächlich auf das weiterhin starke Wachstum auf Google+ zurückzuführen.

Die Robert-Enke-Stiftung hat nur noch ein geringes Wachstum und ist deshalb in drei Monaten von Platz 10 auf Platz 17 gesunken. Ein Großteil der über 100.000 Fans ist durch Aktionen zum Todestag des Namensgebers zur Stiftung gestoßen. Unter dem Jahr gibt es hingegen sehr wenig Aktionen, so waren in der letzten Woche gerade einmal 100 Personen involviert, der letzte Beitrag ist aus dem Februar.

Foodwatch und das Goethe-Institut haben zugelegt und zeigen ein konstantes Wachstum bei guten Interaktionsraten. Hier gibt es kaum Ausreißer in der Wachstumskurve.

Als größte Schweizer Stiftung – in Social-Media-Zahlen – hat sich die J. S. Bach Stiftung sehr erfolgreich auf Platz 13 und über 100.000 Fans auf Facebook hochgearbeitet. Das komplett zweisprachige Profil zieht dabei Fans aus der ganzen Welt an. Die Stadt mit den meisten Fans ist dabei Mexiko-City.

Und dann ist da noch der neue Papst. Eigentlich keine deutschsprachige Institution (mehr), wird hier das deutschsprachige Twitter-Profil @Pontifex_de gelistet. Mit gerade mal 9 Tweets kommt Papst Franziskus auf 89.000 Follower. Er baut dabei auf dem Profil von Benedikt XVI auf, welcher für ihn umbenannt wurde.

Neu in den TOP 20 ist auch der BUND, der seit einem halben Jahr konstant in seine zwei Facebook-Profile investiert.

Nächster Anwärter auf eine hohe Platzierung ist dann die Organisation Vier Pfoten, welche auch als erste Organisation mit Hauptsitz in Österreich in den TOP 20 wäre. Vielleicht ja schon beim nächsten Report?

Liste der größten Social-Media-Profile deutschsprachiger NPOs sortiert nach Facebook, Twitter und Google+.
Die größten Social-Media-Profile deutschsprachiger NPOs sortiert nach Facebook, Twitter und Google+.

Interessant ist neben den kumulierten Rankings aller Profile auch ein näherer Blick in die einzelnen Netzwerke. Während das Facebook-Ranking noch recht viele Übereinstimmungen hat, tauchen bei Twitter und Google+ teils ganz andere Organisationen auf.

Der Chaos Computer Club zum Beispiel setzt voll auf Twitter und boykottiert Facebook mit den schwierigen Datenschutzbestimmungen. Greenpeace und WWF haben es früh in die Vorschlagliste von Google+ geschafft und sind meilenweit vor den anderen Organisationen. Und auf Twitter hat Ärzte ohne Grenzen Österreich viel mehr Follower als der deutsche Partner.

Wie immer freue ich mich sehr auf Ihr Feedback! Ist Ihnen eine Kampagne oder Organisation in den sozialen Medien dieses Jahr besonders aufgefallen? Zum Vergleich finden Sie die älteren Rankings in der Social-Media-Kategorie.

 

Kleiner “Disclaimer”: Die Daten basieren auf rein quantitativen Follower-/Fan-Zahlen. Eine wirkliche Erfolgsmessung ist damit nicht möglich, diese ist abhängig von den Zielen der Organisation. Das Ranking bietet einen guten Ausgangspunkt für weitere Analysen.

4 KOMMENTARE

    • Jupp. Wobei ich gerade das kummulierte Ranking spannend finde, weil ich die einzelnen Profile noch immer grob im Blick habe.

      Wenn man auf Pluragraph.de eingeloggt ist, kann man jedes Ranking auch nach den drei Netzwerken sortieren.

      Beste Grüße Jona

  1. Mich würden ja vor allem auch die kleinen interessieren, also z.B. Sozialvereine im Bereich der Arbeit mit beeinträchtigten Menschen bzw. in der Altenpflege etc. – Findet man das auch irgendwo?

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