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Mein Setup für kostenloses Social-Media-Monitoring

Social-Media-Monitoring ist wichtig und muss doch aufgrund mangelnder Ressourcen meist nebenbei laufen. Monitoring hilt einen Überblick über die eigenen Themen in sozialen Medien zu erlangen. So lässt sich besser interagieren (und in Krisen auch einmal reagieren).
Wer nicht auf teure Anbieter zurückgreift ist auf eine Kombination verschiedener kostenloser Dienste angewiesen. In diesem Beitrag stelle ich mein ganz persönliches Setup dar, um zu Erfahren, was über meine Themen und Organisationen in sozialen Medien geredet wird.

RSS als Basis

Der RSS-Dienst netvibes als Basis für RSS-Feeds von Monitoring-Tools, Blogs und Websites.

Als Basis für das Monitoring verwende ich RSS. RSS ermöglicht es Aktualisierungen von verschiedenen Websites zu abonnieren und in einem eigenen Programm zu bündeln. Ich nutze netvibes als RSS-Reader, aber es gibt auch viele andere Dienste. Auch manche Browser und E-Mail-Programme bieten eine Möglichkeit RSS-Feeds auszulesen. Der RSS Reader ermöglicht es mir, verschiedene Dienste an einer Stelle zu bündeln.

Bei allen hier vorgestellten Diensten lohnt es sich, nicht nur den Namen der eigenen Organisation mit ins Monitoring aufzunehmen, sondern auch Suchwörter für die Kernthemen oder unterschiedliche Schreibweisen der Organisation.

Um über neue Blogposts oder andere Artikel informiert zu werden, benutze ich als Basis Google Alerts. Dieser Dienst bietet auch eine E-Mail-Benachrichtigung an, aber ich bevorzuge den RSS Feed, den man als angemeldeter Benutzer bekommt. Socialmention wäre eine Alternative. Nach meiner Erfahrung findet dieser Dienst mehr, aber leider auch mehr unpassendes, was gerade bei Suchbegriffen, die in mehreren Sprachen Verwendung finden unangenehm ist.

Zusätzlich abonniere ich alle interessanten Blogs und Websites direkt als RSS-Feed und sortiere diese nach Themen. So ergeben sich Anknüpfungspunkte für interessante Diskussionen und ich behalte den Überblick über meine Themen.

Facebook

Beispiel einer Liste zum internen Monitoring auf Facebook.

Ein Monitoring auf Facebook ist schwierig, weil hier nicht alle Beiträge öffentlich einsehbar sind und Facebook selber wenig Monitoring-Möglichkeiten anbietet. Um zumindest bei den öffentlichen Beiträgen einen Eindruck mitzubekommen, wo und wie meine Themen diskutiert werden, benutze ich den RSS-Feed von kurrently (Update: mittlerweile geschlossen). Alternativ dazu gibt es quirk.li, die mir persönlich aber von der Bedienung nicht zusprechen.

Genauso wichtig ist es aber, auch auf Facebook selber Menschen und Seiten die über meine Themen berichten zu folgen. Daraus ergibt sich ein Monitoring in Facebook selber, indem die wichtigsten Themen im eigenen Newsstream landen. Um hier einen besseren Überblick zu behalten, kann man für einzelne Themen eine eigene Liste erstellen, wie z.B. diese öffentliche Liste von NABU-Seiten auf Facebook.

Twitter

TOPSY zum Monitoring von Twitter am Beispiel "fundraising".

Wirklich wichtig finde ich das Thema Monitoring auf Twitter, da hier die Möglichkeit besteht auch mit Benutzern, zu denen noch kein Kontakt besteht, zu interagieren. Hier benutze ich als Basis das alte Tweetdeck, die neue Version von Twitter gefällt mir leider nicht. Eine passende Alternative wäre Hootsuite, aber es gibt eine ganze Reihe von Twitter-Apps für alle Betriebssysteme und Geräte. Neben dem eigenen Stream, dem Stream der Freunde (nach Gruppen) und den Interaktionen (Retweets, Replies und Mentions) kann man hier auch einzelne Suchen angeben. Bei der Suche lohnt es sich, immer auch noch ausschließende Keywords einzugeben um z.B. beim Thema Wölfe nicht zu viel über Fußball zu lernen.

Altenativ zum twitterinternen Monitoring gibt es mit Topsy wieder einen Dienst der RSS-Feeds anbietet. Alternativ kann Kurrently auch Twitter. Twitter selber bietet bei der Suche auch RSS-Feeds, erschwert die Zugänglichkeit des Angebots aber mittlerweile.

 

Welche kostenlosen Monitoring-Tools verwenden Sie? Wie zufrieden sind Sie mit ihrem Social-Media-Monitoring?

3 Kommentare

  1. Vielen Dank für die übersichtliche Zusammenfassung. Die neue Tweetdeck Version sagt mir auch nicht mehr zu, daher bin ich vor kurzem auf Hootsuite umgestiegen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass der Netbreeze Social Media Report gut in diese Auflistung passen würde.
    Wir ermöglichen eine komplexe Suchabfrage in Deutsch oder Englisch um auf Twitter, Facebook, Youtube, Foren, Blogs und Online-News nach neuen Einträgen zu suchen. Der Report aktualisiert sich in regelmässigen Abständen und zeigt daher immer den aktuellen Stand einer Diskussion. Teilt man seine Suchergebnisse öffentlich mit der Community ist der Service kostenlos. Die übersichtlichen Buzz-Charts zur Suchabfrage können seit Kurzem auch in Blogs und Websites eingebettet werden. Leser erhalten dabei neben dem recherchierten Content auch spannende Einblicke in die Diskussionen in den Social Media.
    Viel Spass beim Testen! Wir freuen uns über jegliches Feedback.

  2. Wir bündeln das Online-Monitoring über RSS-Feeds im kostenlosen Google Reader (inkl. Twittersuche usf.). Mit wenigen Klicks landen interessante Fundstücke direkt in unserem “Themenpool” für die Verbandsmedien (Magazin, Newsletter, Social Web), einer redaktionellen Sammeladresse für Pressemitteilungen. Der Google Reader läuft permanent im Hintergrund und kann praktischerweise per App von unterwegs auf dem Smartphone gecheckt werden. Die kostenlose Hootsuite-App gibt mir zudem ein Signal, wenn wir auf Twitter angesprochen werden.

  3. Fürs Monitoring von twitter nutze ich immer wieder den Dienst von http://www.twazzup.com. Funktioniert zuverlässig und findet viele Tweets zu einem von mir eingegebenen Stichwort.

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