Infografik: Wie geht ethisches Fundraising?

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Die Debatte um Ethik in der Kampagnenarbeit ist in vollem Gange. Mit jeder neuen Idee, jedem neuen Kommunikationskanal gibt es auch neue Möglichkeiten, im Kampf um Aufmerksamkeit und Spendengelder weiter zu kommen. Und neue Möglichkeiten, zu weit zu gehen.

Wie aber kann man eine aufklärende, mobilisierende und finanziell erfolgreiche Kampagne machen, ohne den Pfad der Tugend zu verlassen? Ist alles, was gängige Praxis ist, auch wirklich gut? Wie viel Gefühl setzt die Zielgruppe in Bewegung, ohne unangemessenen Druck auf sie auszuüben? Ab wann sind Bilder von Not und Elend „Poverty Porn“?

Allein gelassene Fundraiser

Im Workshop „Ethisches Marketing“ auf der diesjährigen re:campaign hatte ich gehofft, mich mit gestandenen und versierten Fundraisern über die Praxis hinter der Theorie austauschen zu können. Aber die Zeit reichte nicht aus, um über die Auflistung grundlegender Punkte hinauszukommen. Das Level des Wissens um bzw. der Reflexion über ethische Standards war einfach zu unterschiedlich.

Es gab natürlich solche Teilnehmer, deren Organisationen eigene Richtlinien erstellt oder sich bestehenden Richtlinien offiziell verpflichtet haben. Erschreckend viele andere aber bekommen von ihren Arbeitgebern lediglich Erfolgskennzahlen als Vorgaben. Auf welche Weise sie trotz des wachsenden Erfolgsdrucks der Branche eine moralisch-weiße Weste bewahren sollen, müssen sie offenbar mit sich selbst ausmachen.

Infografik gibt schnellen Überblick

Dabei gibt es sie: sorgfältig ausgearbeitete Richtlinien (z.B. DZI/VENRO und DFRV), von kritischen und kompetenten Fachleuten in langer, heftiger Debatte auf Tragfähigkeit getrimmt. Mit der Infografik „Wie geht ethisches Fundraising?“ (Download) werden diese mit einem plakativen Überblick schnell erfassbar dargestellt. Zusätzlich gibt es als Tools noch eine Checkliste und für Zweifelsfälle einen Ethik-Test.

Infografik zu Standards und Richtlinien von Ethischem Fundraising in der Kampagnenarbeit

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