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Am 19./20.01. besuchte ich die Fundraising2.0 Conference 2012 in Berlin.
Während die Veranstaltung im letzten Jahr ganz BarCamp war, kam sie dieses Jahr doch deutlich „konferenziger“ daher. Es gab zwar immer noch einen kleinen Barcamp-Teil, dieser lief aber parallel zu den gesetzten Vorträgen.
Auch wenn ich den anarchischeren Spirit des letzten Camps etwas vermisste, so war es insgesamt doch eine sehr gelungene Veranstaltung, auf der ich viele alte Bekannte aus der Szene traf, aber auch neue spannende Kontakte knüpfen konnte. Da so viele Fundraiser nur selten auf einmal zusammenkommen, habe ich die Gelegenheit genutzt, eine Handvoll von ihnen zu fragen, welches ihre persönlichen Herausforderungen und Ziele für das noch junge Jahr 2012 sind.

Sebastian Spaleck, Leitung Online bei den SOS-Kinderdörfern weltweit
sebastian spaleck, sos kinderdörferMeine Themen für das Jahr 2012 sind drei. Als Erstes möchte ich das Reporting für unsere Website weiter verbessern, um die zusätzlichen Erkenntnisse für Optimierungen nutzen zu können. Mein zweiter Schwerpunkt betrifft die bessere Vernetzung der Bereiche Online und Offline – ganz im Sinne des integrierten Marketings. Und als Drittes hoffe ich noch eine wahnsinnig tolle Idee zu haben, die mir bislang aber noch nicht eingefallen ist ; )

 

Olaf Gilbers, Teamleiter für den Bereich Online bei der Christoffel-Blindenmission (CBM)olaf gilbers, cbm
Meine Herausforderung für 2012 ist es, unsere Online-Strategie neu auszurichten und zu prüfen, welche Tools die Christoffel-Blindenmission wirklich nutzen sollte, um erfolgreiches Online-Fundraising zu betreiben. Und selbstverständlich steht auch der ganze  Bereich Social Media auf meiner Agenda, hier können wir noch einiges verbessern und erreichen.

 

Michael Gotzen, verantwortlich für Online-Fundraising & Mailings, action medeor
michael gotzen, action medeorMein wichtigstes Projekt für 2012 ist die Schaffung einer internen Plattform als Projektinformationssystem. Über die thematische Verknüpfung verschiedener Inhalte soll sie  uns helfen, valide Stories zu generieren, die wir für unsere Social Media Maßnahmen und auch unsere Mailings nutzen können, um so unser Fundraising spürbar zu verbessern.

 

Florian Nöll, Geschäftsführer der Spendino GmbH
florian nöll, spendinoIn 2012 werden wir mit Spendino einen Schwerpunkt darauf legen, der Branche zu helfen, sich im digitalen Fundraising weiter zu professionalisieren. Wir möchten noch stärker in der Wissensvermittlung aktiv sein und Organisationen z.B. auch dabei beraten, welche Anforderungsprofile Mitarbeiter eigentlich haben müssen, um Online-Fundraising erfolgreich in einer Organisationen implementieren zu können.
Weiterhin arbeiten wir daran, Medienunternehmen stärker  mit NPOs zu vernetzen und sehen hier auch ganz klar den Trend hin zur noch intensiveren Nutzung und Verbreitung der SMS-Spende. Zudem werden wir dort weitermachen, wo wir 2012 angefangen haben: Mit der besseren Unterstützung von NPOs bei der Spenderbindung. Wir möchten Wege aufzeigen, wie man aus einem – eigentlich ja anonymen – SMS-Spender ein vollständiges Spender-Profil und so letztlich einen Dauerspender gewinnen kann.

 

Raphael Göpel, Presse/ÖA & Fundraising bei HELP – Hilfe zur Selbsthilfe
raphael göpel helpNachdem wir den Relaunch der Website nun erfolgreich hinter uns gebracht haben, werden wir unsere Webseite weiter ausbauen, das betrifft insbesondere den Content. Die Maßnahme schließt ein, dass wir unsere nationalen und internationalen Mitarbeiter noch mehr für Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit sensibilisieren und sie stärker in der Außendarstellung unserer Projekte einbinden. Wir möchten sie motivieren potentiellen Spendern ihre Sicht auf die Projekte zu schildern. Ein zweites, damit zusammenhängendes, Ziel für 2012 wird es sein, unsere Website auch optisch zu optimieren, indem wir den Video-und Bildanteil ausbauen. Mein dritter Schwerpunkt wird sein, unsere Social Media Maßnahmen auszuweiten und eine mittel- und langfristige Strategie hierfür zu erarbeiten.

 

Till Mletzko, Fundraiser bei Wikimedia Deutschland
till mletzko, wikimedia/wikipediaKlar, mein Schwerpunkt für das Jahr 2012 hängt definitiv mit Online-Fundraising zusammen. Für unsere diesjährige Herbstkampagne möchte ich ein noch besseres Storytelling entwickeln und dies für unsere Wikipedia-Fundraisingkampagne nutzen. Ich möchte tolle Geschichten von tollen Menschen präsentieren, die erläutern, warum sie Wikipedia so wichtig finden. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt ist es, freies Wissen an sich stärker zu kontextualisieren. Und als Drittes möchten wir unser E-Mail Marketing bei Wikipedia intensivieren. Denn unsere Herbstkampagnen basieren vor allem auf Einmal-Spendern; diese langfristig zu binden, ist ein Entwicklungsprozess, bei dem Wikimedia und vor allem Wikimedia Deutschland noch am Anfang stehen. Ziel ist also, unsere Spender zu kultivieren und die Beziehungsarbeit zu verbessern.

 

Alexa Gröner, Fundraising20.de und Veranstalterin der Fundraising 2.0 Camp & Conference
Alexa Gröner, Fundraising 2.0Ich habe mir zwei Themen für 2012 vorgenommen: Zum einen das Thema Social Businesses: Hier möchte ich gerne beobachten, erforschen und mich mit vielen Leuten darüber austauschen, wie man gute Projekte und Visionen, egal ob im künstlerischen oder sozialen Bereich, nach vorne bringt und gleichzeitig davon leben kann.
Mein zweites Thema betrifft die Wissensvermittlung: Es gibt unheimliche viele Blogs und Infos über Online-Fundraising und Online-Marketing. In meinen Beratungen kommt jedoch immer wieder die Frage auf, wie gutes Online-Fundraising zu implementieren ist. Daher möchte ich mir auch weiterhin Online-Seminar Formate überlegen, bei denen die Teilnehmer an die Hand genommen werden und bei denen ihnen wirklich praxisrelevantes und umsetzbares Wissen vermittelt wird. Also richtige „Hands on“ Online-Fundraising Formate.

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Ein Kommentar auf Recap Fundraising2.0 Conference & Fundraising-Herausforderungen 2012

  1. Maik Meid sagt:

    Wow, Thilo, das ging ja schnell. Dankeschön!

    Maik

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