Øystein E. Søreide, Leiter Marketing & Fundraising bei UNICEF Norwegen lässt uns hinter die Kulissen seines Fundraising schauen und beantwortet unsere 7 Fragen! Erfahren Sie die wichtigsten UNICEF-Fundraising-Känale für die Zukunft und wie die Organisation über eine Aktion mehr als 10.000 neue Förderer gewinnen konnte. Für ein Land mit nur 5 Mio. Einwohner ist das überaus beeindruckend.
1. Sind Sie Quereinsteiger oder ausgebildeter Fundraiser? Und was haben Sie vor Ihrer Fundraising-Karriere gemacht?
Ich leite das Fundraising bei UNICEF Norwegen bereits seit 3 Jahren. Ich habe einen Masterabschluss in Marketing. Marketing und Kommunikation waren schon immer sehr wichtig für meine Karriere, obwohl ich in verschiedenen Branchen tätig war. Früher arbeitete ich bei CARE und SOS-Kinderdörfer. Zuvor arbeitete ich im internationalen Handel und im Export der Fischindustrie. Meine letzten beiden Positionen vor dem Einstieg bei UNICEF waren Kampagnen-Fundraising-Manager und Parteisekretär bei Høyre, einer konservativen politischen Partei in Norwegen.
2. Warum sind Sie Fundraiser? Und warum haben Sie sich entschieden, Fundraiser zu werden?
Als Fundraiser kann ich meine Marketing- und Kommunikationsexpertise für etwas Sinnvolles einsetzen und zu einer besseren Welt beitragen.
Als Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen hat UNICEF eine der wichtigsten Aufgaben. Unser Ziel ist es, die führende und treibende Kraft zu sein – für eine Welt, in der die Kinderrechte für jedes Kind verwirklicht sind.
3. Welcher war der bisher erfolgreichste Fundaisingkanal für UNICEF Norwegen. Warum war er erfolgreich?
Die wichtigsten Instrumente, die für Wachstum im Fundraising sorgten, waren die Zusammenarbeit mit dem kommziellen Fernsehsender TVNorge (betrieben von der ProSiebenSat.1 Group). Gemeinsam führten wir einen alljährlichen Spendenmarathon durch und konnten so 10.000 neue Förderer gewinnen (was sehr beeindruckend bei einem Land mit einer Einwohnerzahl von 5 Millionen ist). Über DRTV und einer „Zwei-Phasen-Förderer“- Facebook-Kampagne erhielten wir auch sehr gute Ergebnisse.
4. Mobile: Auch das Thema mobile Fundraising spielt in der strategischen Ausrichtung eine große Rolle. Wie wichtig sind Ihnen mobile Kampagnen? Konzentrieren Sie sich eher auf Apps oder webbasierten mobilen Seiten?
Mobile ist ein sehr wichtiger Kanal für uns. Hier forcieren und erhalten wir aber eher Einzelspenden, besonders in Verbindung mit einer Katastrophe. In Zukunft planen wir die Entwicklung von „screen size independent websites / communication“ (Responsive Webdesign).
5. Ein Blick in die Zukunft… Welches ist Ihr wichtigstes Fundraising-Ziel bis 2015?
Unser Ziel ist es, unser Einkommen über Förderer zu erhöhen. Wir werden uns auf sich lohnende Unternehmenskooperationen konzentrieren und das digitale Mysterium knacken.
6. Welche werden Ihre wichtigsten Fundraising-Kanäle für die nächsten 3 Jahre sein?
Höchstwahrscheinlich werden das TV und Online/Mobile sein, wobei wir immer auch die starke Marke UNICEF weiterentwickeln.
7. Abschließend eine persönliche Frage: Sie haben sich in der Fundraisingbranche einen guten Namen gemacht. Was sind für Sie die drei wichtigsten Eigenschaften, um in der Branche erfolgreich zu sein.
Ich denke, diese gelten für alle Arbeitsgebiete: wegweisend, kontinuierliche Verbesserungen anstreben, hart arbeiten.
Øystein E. Søreide, vielen Dank für das Interview!
Aus dem Englischen übersetzt. Zum Interview mit Øystein E. Søreide in englischer Sprache >>


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