3. Dezember: Eva Hieninger

    Eva HieningerDas dritte Türchen im sozialmarketing.de-Adventskalender öffnet sich und es strahlt uns Eva Hieninger entgegen. Als selbstständige Marketingberaterin ist sie schon seit einigen Jahren im Nonprofit-Sektor unterwegs und unterstützt in Sachen Marketing for Good.

    An welcher Stellschraube Du gerne drehen würdest, damit Fundraising künftig noch besser läuft?

    Fundraising, vor allem digitales Fundraising, kann verbessert werden. Der Weg dahin führt meiner Meinung nach über drei Stellschrauben:

    1. Operativ muss bei der Personalauswahl darauf geachtet werden, dass professionelle Mitarbeiter mit fundierter Erfahrung im E-Commerce und Online Marketing Bereich eingestellt werden. Mit Unternehmen wie Talents4Good ist da schon ein großer Schritt in Richtung Professionalisierung getan. Wenn Stellen intern neu besetzt werden, z.B. klassische Redakteure zukünftig Social Media betreuen oder Online Fundraising betreiben sollen, müssen diese auch im Umgang mit den digitalen Medien weitergebildet werden. Es funktioniert nicht, offline auf online zu übertragen. Umgekehrt geht das ebenfalls sehr schlecht (darauf würde auch keiner kommen). Deshalb sehe ich es als positive Entwicklung, dass es nun auch eine Weiterbildung zum Online Fundraiser bei der Fundraising Akademie gibt.
    2. Operativ muss außerdem in die technische Infrastruktur und in den Umgang mit, und der Analyse von Daten investiert werden. Hier schlummern viele Potenziale Online Fundraising, noch effizienter zu machen, damit im Umkehrschluss Spendengelder noch effektiver für die Projekte der Organisationen eingesetzt werden können. Der Umgang mit Daten, gerade im Hinblick auf den Datenschutz, birgt aber auch Risiken, vor allem dann, wenn man das Thema mittelfristig vernachlässigt.
    3. Neben der operativen Ebene muss sich auch auf der strategischen Ebene, also da, wo die Entscheider sitzen, so einiges tun. Einige sind leider immer noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen oder verweigern sich dem sogar. Die Gründe dafür sind vielfältig und ziehen sich von grundsätzlicher Unkenntnis und damit einhergehenden Vorbehalten bis hin zu organisch gewachsenen Machtstrukturen, die nicht aufgegeben werden wollen.

    Damit verbunden ist, dass sich viele Organisationen durch den digitalen Wandel bewusst in einen Organisationsentwicklungsprozess begeben sollten. So macht es zum Beispiel in vielen Fällen nur bedingt Sinn, dass die Hoheit über die Online Präsenz, wie es oft der Fall ist, bei der Kommunikationsabteilung, welche zum Großteil aus klassischen Redakteuren besteht, liegt. Eine Umstrukturierung wäre hier potenziell sinnvoll, damit Kompetenzen klar und nachhaltig eingesetzt werden. Diese Umstrukturierung kann im ersten Schritt auch einfach nur das Niederschreiben von Prozessen und Verantwortlichkeiten beinhalten.

    Dass ein Entwicklungsprozess passiert, bleibt ja nicht aus. Man sollte ihn deshalb bewusst eingehen und nicht unkontrolliert hineinschlittern. Hier sehe ich noch großen Nachholbedarf und damit auch großes Potenzial für die meisten Organisationen.

    Auch Du stiftest eine Überraschung für den Adventskalender. Was kann man gewinnen?

    Den Online Fundraising Quick Check: Eine Stunde kostenlose Analyse und Beratung inklusive Handlungsempfehlung für das eigene Online Fundraising.

    Und was muss man dafür tun?

    Nennen Sie im Kommentar zu diesem Beitrag oder per Email (bis morgen 12:00) ein SMARTes Ziel Ihrer Organisation für die nächsten 1, 3 und 5 Jahre.

    P.S.: Natürlich gelten auch bei diesem Gewinnspiel wieder diese Richtlinien.

    LEAVE A REPLY

    Please enter your comment!
    Please enter your name here

    *